Kult-Krimi-Serie

'Rosenheim Cops'-Star Marisa Burger: Sie hat sich ihren Lebenstraum erfüllt

Im Interview mit Liebenswert spricht Schauspielerin und 'Rosenheim Cops'-Star Marisa Burger (47) über Ihren Lebenstraum, ihre Rolle als Miriam Stockl und verrät das Geheimnis ihrer Ehe.

'Rosenheim Cops'-Star Marisa Burger
Seit 2002 gehört Marisa Burger zu dem Ensemble der 'Rosenheim Cops'. Foto: Hannes Magerstaedt / Getty Images

Seit dem 13. Oktober läuft die 20. Staffel der Kult-Krimi-Serie 'Die Rosenheim Cops' (Dienstags, 19:25 Uhr, ZDF). Schauspielerin Marisa Burger (47) gehört seit 2002 zu der Rosenheim-Crew und sorgt in Ihrer Rolle als Sekräterin 'Miriam Stockl' stets für gute Laune. Im Interview mit Liebenswert spricht Sie offen über die Corona bedingt Misere in der Kulturbranche, erklärt, worauf sie stolz ist im Leben und verrät das Geheimnis ihrer Ehe.

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'Die Rosenheim Cops'-Star Marisa Burger: "Auch Kunst und Kultur sind systemrelevant"

Liebenswert: Am 13. Oktober ist die 20. Staffel von den 'Rosenheim Cops' gestartet. Derzeit sind Sie noch am Drehen und das, obwohl sich durch die Corona-Krise einiges verändert hat. Wie geht es Ihnen damit und wie können sich die Zuschauer die Situation am Set vorstellen?

Marisa Burger: Wir drehen ja schon seit Ende Mai wieder und es wurden alle Sicherheitsvorkehrungen getroffen, damit wir uns und die Kollegen nicht mit dem Virus infizieren. Wir werden jede Woche am Set getestet und alle tragen vor und hinter der Kamera einen Mundschutz. Nur beim Drehen nehmen wir die Masken ab. Es gibt ein Healthcare-Team, das alles regelmäßig desinfiziert und ein Auge auf uns hat. Natürlich halten wir auch immer die Abstände ein. Es ist ungewöhnlich, aber inzwischen auch Routine geworden.

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Bevor Sie zu den „Rosenheim Cops“ kamen haben sie lange am 'Münchner Volkstheater' gespielt und sind in der Kulturbranche festverankert. Eine der Branchen, die derzeit sehr unter der Corona-Krise leidet.

Die Kulturbranche ist wichtig und hat eine Berechtigung. Auch Kunst und Kultur sind systemrelevant, sie geben Kraft und sorgen dafür, dass wir in so einer Zeit den Glauben und die Hoffnung nicht verlieren.

Seit 2002 spielen Sie die Sekretärin Miriam Stockl bei den 'Rosenheim Cops'. Die ist für ihre Vorliebe für Klatsch und Tratsch bekannt. Ist das etwas, das sie mit der Rolle teilen?

Ich glaube jeder, egal ob Mann oder Frau, interessiert sich hin und wieder für Klatsch. Wenn man mal beim Friseur guckt, sind die Klatschmagazine die ersten Hefte, die plötzlich vergriffen sind (lacht). Es darf nur nicht boshaft werden.

'Die Rosenheim Cops'-Star Marisa Burger: Auf der Straße wird sie nicht immer erkannt

Was gefällt Ihnen an Ihrer Rolle der Miriam Stockl (immer noch) besonders gut?

Dass sie so lebendig ist und immer noch neue und verschiedene Facetten zeigt. Die Figur hat sich im Laufe der Jahre verändert und viele schöne Nebenschauplätze gewonnen. Der Humor und der Charakter lockern die Stimmung auf. 'Die Rosenheim-Cops' ist ja keine typische Krimi-Serie, bei uns sieht man zum Beispiel nie einen Mord. Sie lebt von den verschiedenen Charakteren und jeder trägt dazu auf eine lustige und unterhaltsame Weise bei.

Ist es manchmal schwierig als Schauspielerin nicht von den Fans und Zuschauern nur in diese eine Rolle, vielleicht in Ihre Paraderolle, gedrängt zu werden? Oder auf der Straße nur als Miriam Stockl erkannt zu werden?

Miriam Stockl ist eine Figur, die ich als Schauspielerin verkörpern darf. Auf der Straße müssen die Leute schon manchmal zweimal hinschauen, um mich zu erkennen. Die meisten begegnen einem mit Distanz, nur die eingefleischten Fans erkennen einen sofort und sprechen mich auch mal an. Aber das sehe ich als Kompliment. Wenn man als Schauspielerin sonst über die Bildschirme ins Wohnzimmer flackert, ist so etwas wie ein Applaus.

Sind Sie privat auch mit einigen ihrer 'Rosenheim Cops'-Kollegen befreundet?

Mit Max Müller und Karin Thaler arbeite ich schon sehr lange zusammen und ich würde sagen, dass wir ein freundschaftliches, kollegiales Verhältnis haben. Mit den Jahren wächst man sich ans Herz, aber das macht die Freude an der Arbeit auch aus. Das Schöne ist auch, dass wir Frauen uns untereinander alle sehr gut verstehen. Wir respektieren und fördern uns gegenseitig.

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'Die Rosenheim Cops'-Star Marisa Burger: "Fernbeziehung ist für mich ein sehr negatives Wort"

Haben sie sich auch gegenseitig nach dem Tod von Joseph Hannesschläger aufgefangen?

Wir haben alle eng zusammengearbeitet und natürlich mitbekommen, wie es um Joseph gesundheitlich steht. Darüber haben wir uns im Team ausgetauscht und versuchen auch im Nachhinein etwas von seiner Arbeit in der Serie zu erhalten. Aber wie im echten Leben, muss es auch danach weitergehen. Es macht Spaß mit den neuen Kollegen zu drehen.

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Sie leben in München, Ihr Ehemann Werner in Basel. Wie schaffen Sie es sich in der Corona-Zeit zu sehen?

Ehepartner dürfen sich trotz der strengen Maßnahmen über die Grenzen hinweg besuchen und sehen. Aber wir haben die Corona-Zwangspause tatsächlich zusammen verbracht.

Haben Sie Tipps, wie eine gute Fernbeziehung funktionieren kann?

Das A und O ist natürlich Vertrauen und dass man sich alle zwei Wochen sieht. Aber „Fernbeziehung“ ist für mich ein sehr negatives Wort. Wir leben zwar nicht zusammen, doch führen eine ganz normale Ehe. Arbeitsbedingt haben wir nicht immer einen gemeinsamen Alltag, aber das ist auch ein Vorteil. Unsere Kinder sind groß, wenn mein Mann und ich uns sehen, haben wir Zeit für uns. Quality time – das ist mir wichtiger als Quantität.

Was ist es, das ihr Leben besonders liebenswert macht?

Dass ich aus eigner Kraft etwas geschaffen haben. Ich konnte mir meinen Lebenstraum, die Schauspielerei, erfüllen, ohne dass jemand ständig hinter mir steht und sagt: ‚Das verdankst du nur mir‘. Das ich meine eigene Freiheit dadurch habe, das macht mich glücklich.