Alle Vögel sind bald da

Nistkästen reinigen: Das müssen Sie beachten!

Wenn die Brutzeit sich dem Ende neigt und der gefiederte Nachwuchs flügge geworden ist, sollten Sie darüber nachdenken, die Nistkästen in Ihrem Garten zu reinigen. Wie Sie am besten vorgehen, zeigen wir Ihnen hier.

Nistkästen reinigen
Ein sauberes Zuhause für kleine Vögel: Wir zeigen Ihnen, was Sie beim Reinigen von Nistkästen beachten müssen. Foto: iStock / LianeM

Nistkästen reinigen: Warum ist das wichtig?

Nistkästen sind vor allem im städtischen und dicht besiedelten Raum eine wichtige Ergänzung als Vogelbehausung. Hier können Amsel, Meise, Rotkehlchen und Co in Ruhe und ohne Gefahr brüten und ihren Nachwuchs großziehen.

Während der Brutsaison sammelt sich dabei nicht nur jede Menge Schmutz und Dreck an, sondern oft auch Parasiten: So verstecken sich im Nistmaterial nicht selten Vogelflöhe, Milben oder auch Zecken.

Damit die Piepmätze zur nächsten Saison wieder einen sicheren und sauberen Unterschlupf vorfinden ist es daher wichtig, die aufgehängten Kästen regelmäßig gereinigt werden. Doch wie gehen Sie dabei am besten vor?

Wann soll man Nistkästen am besten reinigen?

Der ideale Zeitpunkt zum Nistkasten reinigen ist laut NABU der Frühherbst, genauer gesagt die Zeit von September bis Mitte Oktober. Viele Vogelarten wie Meisen, Spatzen, Gartenrotschwänze und Kleiber sind dann bereits ausgeflogen, die neuen Zwischenmieter jedoch noch nicht eingezogen.

Denn ab Oktober, mit den sinkenden Temperaturen, entdecken auch viele Kleintiere wie Siebenschläfer oder Fledermäuse die Kästen für sich – und nutzen sie als Winterquartier. Aber auch Vögel, die nicht im warmen Süden überwintern, freuen sich über ein trockenes Quartier für die langen Nächte.

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Wer es im Spätherbst nicht schafft, seine Nistkästen zu säubern, erledigt dies am besten im späten Winter zwischen Februar und Anfang März. Denn kurz darauf kommen bereits die ersten Meisen zum Brüten zurück.

Wer es schafft, die idealen Zeitfenster abzupassen, unterzieht die Nisthilfen bei beiden Gelegenheiten einer Reinigung – nötig ist dies aber nicht. Egal für welchen Zeitpunkt Sie sich entscheiden – eines ist besonders wichtig: Prüfen Sie vorsichtig, ob ein Vogel oder andere "Bewohner" zu Hause sind! Siebenschläfer beispielsweise reduzieren ihre Körpertemperatur im Winterschlaf auf ein Minimum; werden sie geweckt, heizen sie sich auf und verbrauchen wertvolle Energie.

So reinigen Sie Ihre Nistkästen

Die richtige Reinigung eines Nistkastens ist kein Hexenwerk. Dennoch gibt es einige grundlegende Dinge, die Sie beim Säubern von Meisennistkästen und Co beachten sollten – sowohl zum Wohle der gefiederten Freunde als auch zu Ihrem eigenen!

1. Nistmaterial entfernen

Prüfen Sie zunächst, ob aus den zu reinigenden Nisthilfen auch wirklich alle Bewohner "ausgeflogen" sind. Ist dies der Fall, nehmen Sie den Vogelnistkasten ab und öffnen ihn. Nun können Sie das alte Nistmaterial vorsichtig entnehmen. Wichtig: Tragen Sie beim Säubern des Nistkastens in jedem Fall robuste Gartenhandschuhe! Parasiten wie Vogelflöhe können sich im Nest verstecken – und auch auf den Menschen überspringen.

2. Nistkasten ordentlich ausbürsten

Ist der Kasten entleert, geht es den groben Verschmutzungen an den Kragen. Mit einem grobborstigen Handfeger lösen Sie nicht nur den Dreck, sondern bereits einen Großteil eines eventuellen Parasitenbefalls. In den meisten Fällen ist Ihr Nistkasten nun schon wieder einsatzbereit!

3. Optional: Nistkasten mit warmem Wasser reinigen

Sollten Sie mit dem Ergebnis noch nicht zufrieden sein, können Sie das Holz zusätzlich mit warmem Wasser und einer Scheuerbürste reinigen. Nutzen Sie jedoch in keinem Fall Seife, Reinigungsmittel oder gar scharfe Desinfektionsmittel – im Zweifelsfall schaden Sie den Tieren damit eher, als dass Sie ihnen helfen! Lassen Sie den feuchten Nistkasten nach der Reinigung gut trocknen, bevor Sie ihn wieder aufhängen.

Fertige Nistkästen kaufen: Unsere Empfehlungen

Die Reinigung Ihrer Vogelnistkästen ist Ihnen zu mühsam – oder die Behausungen haben einfach ausgedient? Wir zeigen Ihnen einige Modelle, die bald Ihren Garten verschönern und Ihre Gartenbewohner glücklich machen könnten.

Nistkasten für Rotkehlchen aus Spießtanne

Das Rotkehlchen ist der Vogel des Jahres 2021 – vollkommen zurecht, wie wir finden! Die Nisthilfe von Wildtier Herz mit großem Einflugloch ist speziell für den putzigen Piepmatz konzipiert und bietet ihm und seinem Nachwuchs ein sicheres Nest.

Meisenkasten aus naturbelassenem Holz

Die Brutzeit der Meisen beginnt besonders früh – umso wichtiger also, dass sie rechtzeitig eine schöne Niststätte finden! Der Nistkasten für Meisen von Wildtier Herz verfügt über ein besonders kleines Einflugloch – so bleiben die kleinen im Inneren vor gierigen Gartengästen wie Katzen und Co geschützt.

Mini-Nistkästen für Spatzen

Auch die Spatzenkolonie von Wildtier Herz ist artspezifisch nach NABU angepasst: Drei Nistkammern mit ausreichend Platz und besonders schmalen Einfluglöchern bieten jungen Spatzenfamilien Schutz vor Wind, Wetter und Eindringlingen.   

Nistkasten zum Selberbauen

Sie und Ihre Lieben wollen den Nistkasten für Ihren Garten selber bauen, haben aber zwei linke Hände? Dann ist der Nistkasten als Selbstbauset von Kerbl die ideale Lösung. Das Set kommt inklusive Hammer, Leim und Dübeln und lässt sich bereits von kleinen Vogelfreunden ab 6 Jahren im Handumdrehen zusammenbauen!

Wie gehe ich bei starkem Parasitenbefall vor?

In der Regel reicht bereits das gründliche Ausfegen der Nisthilfe, um Parasitenprobleme zu lösen. Wer dennoch ein ungutes Gefühl hat, kann den Nistkasten neben warmem Wasser auch vorsichtig mit Spiritus reinigen – das sollte jedoch nur in absoluten Ausnahmefällen geschehen. Generell gilt ohnehin: Viele der Parasiten werden von den Muttertieren selbst im Gefieder ins Nest getragen – den Nachwuchs komplett zu schützen, ist also ohnehin unmöglich.

Welche Nistkästen darf man nicht reinigen?

Die aufgeführten Regeln zum Reinigen von Nistkästen gelten für fast alle Vogelnester. Jedoch gibt es zwei gravierende Ausnahmen: Keinesfalls reinigen dürfen Sie die Nester von Mauerseglern und Schwalben. Mauersegler bauen ihr ganzes Leben an einem einzigen Nest, Schwalben "renovieren" benutzte Nester jedes Jahr selbst. Greifen Sie hier mit gutem Willen ein, zerstören Sie eventuell die Nistbemühungen der Vogelfamilie. Alle übrigen heimischen Vogelarten freuen sich jedoch sehr über einen frisch gereinigten Nistkasten!