Romane für den Urlaub

Sommerlektüre 2021: Die zehn besten neuen Bücher

Egal ob Strand, Berge oder Balkonien: Mit der richtigen Sommerlektüre lassen sich Sonnentage auch 2021 am besten genießen!

Sommerlektüre 2021
Mit der richtigen Sommerlektüre kann der Strandurlaub 2021 kommen! Foto: Viktorcvetkovic / iStock

Von Thriller bis Herzschmerz-Roman: Mit der richtigen Lektüre sind Sie für sonnige Tage und laue Abende gewappnet! Wir zeigen Ihnen zehn der lesenswertesten Bücher dieses Sommers.

Auf der Suche nach Merope

Sieben Schwestern – doch eine ist seit jeher verschwunden. Bis die Famile d’Aplièse von ihrem Anwalt einen hoffnungsvollen Hinweis bekommt: Scheinbar gibt es eine heiße Spur zur verschollenen Halbschwester Merope. So beginnt eine Schnitzeljagd rund um den Globus – von Neueseeland über Kanada bis nach England, Frankreich und Irland. 

Die Geschichte der sieben Schwestern, die nach den Sternen der Plejaden benannt sind, ist eine uralte Sage. Die irische Autorin Lucinda Riley strickte aus ihr eine spannende, neue Geschichte um sieben Frauen, irgendwo zwischen damals und heute. "Die verschwundene Schwester" ist dabei das neueste der bereits sieben Bücher umfassenden Reihe. Diese sind durch die Familiengeschichte zwar mit einem roten Faden verbunden, können dennoch in beliebiger Reihenfolge gelesen werden.

Die Geschichte dreier Frauen

Sabine wächst bei ihrer Mutter Kate in London auf – doch das Verhältnis der beiden ist von Spannungen bestimmt. Eine Familiengeschichte, die sich wiederholt: Nicht ohne Grund hat Kate ihre irische Heimat vor langer Zeit verlassen und ihrer Mutter Joy den Rücken gekehrt.

Auf der Suche nach ihren Wurzeln reist Sabine nach Irland – und stellt Großmutter Joys Leben auf den Kopf, die sich lange der schmerzlichen Vergangenheit und derer Geheimnissen verwährte. So steht über dem Generationenroman von Autorin Jojo Moyes schließlich die Frage: Werden die Frauen es schaffen, zu verzeihen?

Über Menschen statt Unterleuten

Die Enge des Lockdowns hat Dora in eine verschlafene Ortschaft getrieben, weit weg von Berlin und ihrem Agenturjob. Doch in der vermeintlichen Idylle sieht sie sich schnell nicht nur mit Nachbarn, die mit ihren kahlrasierten Schädeln die gängigen Klischees über die brandenburgische Provinz erfüllen, konfrontiert – sondern vielmehr noch mit ihren eigenen Schwächen, Ängsten und Befangenheiten. 

Mit ihrem neuen Roman entführt Juli Zeh Sie als Leserin wie bereits in ihrem Bestseller "Unterleuten" in eine fiktive Ortschaft in Brandenburg, erzählt dabei jedoch eine gänzlich andere Geschichte. Diese Sommerlektüre könnte kaum näher an unserer eigenen Gegenwart im Jahr 2021 sein – und entführt dennoch nach bester Manier in tiefste, menschliche Abgründe. 

Idylle in den Dünen

Eine weitere Familiengeschichte um drei Frauen dreier Generationen: Julia reist auf Rat ihrer Großmutter Anita nach Föhr, um auf den Spuren ihrer früh verstorbenen Mutter zu wandeln. Diese verbrachte hier glückliche Kindheitstage – und auch für Julia wird die Insel zu einem magischen Ort.

In einem leerstehenden Kapitänshaus richtet sie ein Atelier ein, welches bald zu ihrem eigenen, kleinen Café wird – jedenfalls, bis sich kauzige Nachbarn in den Weg stellen. "Das kleine Friesencafé" ist der Auftakt nur neuesten Buchreihe von Bestsellerautor Janne Mommsen, welcher zuletzt mit den Geschichten rund um "Die kleine Inselbuchhandlung" begeisterte.

Mord auf Langeoog

Weniger idyllisch als im Föhrer "Friesencafé" geht es im Roman "Ostfriesenzorn" auf Langeoog zu: Kommissarin Ann Kathrin Klaasen will auf der Nordseeinsel Urlaub machen und endlich mal abschalten – doch schnell wird klar, dass daraus nichts wird. Ein Frauenmörder treibt sein Unwesen, und Ann Kathrin nimmt die Ermittlungen auf.

Dabei erhält sie unerwartete Hilfe – und zwar vom verurteilten Mörder Dr. Sommerfeldt, den Fans der Buchreihe von Klaus-Peter Wolf bereits aus früheren Teilen der Ostfriesenkrimi-Serie kenne. "Ostfriesenzorn" ist die nunmehr fünfzehnte Episode – und bereits jetzt einer der Bestseller des Jahres.

Wirklich kein Thriller

"Kein Thriller" erwartet Sie mit dem neuen Roman von Sebastian Fitzek. Das überrascht, gilt der Berliner nicht nur als einer der erfolgreichsten Autoren des Landes, sondern gar als der deutsche Stephen King. Seine Psychothriller erschüttern stets bis ins Mark.

Nicht so "Der letzte Tag: Kein Thriller". Der Roadtrip-Roman dreht sich rund um die schicksalhafte Begegnung von Livius und Lea, die gemeinsam einen Tag so verbringen, als wäre es ihr letzter. Dabei zeigt Fitzek, dass er nicht nur Blut in den Adern gefrieren lassen, sondern auch Herzen erwärmen kann – und sorgt für die überraschendste Sommerlektüre 2021.

Wo ist "Daheim"?

 "Daheim" von Judith Hermann begleitet eine Frau in ihren späten Vierzigern auf dem Transit in einen neuen Lebensabschnitt: Nach der Trennung von ihrem Mann hat sie ihr altes Zuhause hinter sich gelassen, ist zu ihrem Bruder an die Küste gezogen – und steht nun vor der Frage, wie es für sie weitergehen soll im Leben. 

Neben den persönlichen Herausforderungen an die Protagonistin behandelt Autorin Judith Hermann dabei auch viele aktuelle gesellschaftspolitische Fragen. Nicht umsonst ist "Daheim" bereits ein Bestseller und auch für den Preis der Leipziger Buchmesse 2021 nominiert.

Ein alptraumhaftes Wochenende

Der liebenswerte Ermittler Pierre Durand und seine Herzensdame Charlotte unternehmen einen romantischen Ausflug in die Weinregion Châteauneuf-du-Pape. Doch im Schlosshotel angekommen müssen sie feststellen, dass eine rätselhafte Todesserie die kleine Ortschaft in Atem hält – und alsbald befindet sich auch Charlotte in höchster Gefahr. 

Auch Pierre Durand begleiten Fans bereits seit einigen Jahren auf seinen Abenteuern: Mit "Provenzialischer Sturm" erscheint nun der bereits achte Roman der Serie aus der Feder von Heike Koschyk, die ihre frankophilen Abenteuer unter dem Pseudonym Sophie Bonnet veröffentlicht.

Verschollene Rosen und große Gefühle

Im Fokus des Romans von Bestsellerautorin Katharina Herzog steht der idyllische Rosenhof auf Usedom, der sich bereits seit Generationen im Familienbesitz befindet. Während Clara ihr Bestes tut, um die familieneigene Gärtnerei vor der Insolvenz zu bewahren, hat ihre Schwester Emilia der Ostseeinsel bereits vor Jahrzehnten den Rücken gekehrt – und lebt seitdem in Paris.

Doch als Clara in einen folgenschweren Autounfall verwickelt wird, muss Protagonistin Emilia nicht nur eine Reise zurück nach Usedom und in ihre Vergangenheit antreten, sondern auch für die Rettung der Gärtnerei sorgen. Mit ihrer Jugendliebe Josh reist sie nach Südengland, ins Land der Rosen – und entdeckt dort nicht nur verschollen geglaubte Rosen, sondern auch große Gefühle.

Eine späte Versöhnung

Was kann zwei sich liebende Menschen derart entzweien, dass sie fast siebzig Jahre lang kein Wort miteinander reden, obwohl sie ihr gesamtes Leben im gleichen verschlafenen Dörfchen verbringen? Autorin Barbara Leciejewski erzählt die Geschichte von Fritz und Emma – und von Marie.

Diese ist als Pfarrersfrau erst kürzlich in den Ort gezogen und versucht, dessen Bewohner kennen zu lernen. In der traurigen Geschichte von Fritz und Emma erkennt sie sich dabei selbst wieder – und versucht daraufhin alles, um die beiden 92-jährigen zu versöhnen, bevor es zu spät ist.